SI Reitpädagogik


Wenn du ein Schiff bauen willst, dann rufe nicht die Menschen zusammen, um Holz zu sammeln und Aufgaben zu verteilen, sondern dann lehre sie die Sehnsucht nach dem Meer. - Antoine de Saint-Exupéry-

SI Reitpädagogik Anika Schlüter sensorische Integration mit dem Pferd

Was ist das? Dem Alter entsprechendes und dem Entwicklungstand angepasstes Heranführen an das Pferd. In einem Rahmen, der die angstfreie Begegnung und einen sanften Umgang mit dem Pferd ermöglicht.

Wie sieht das Angebot aus?
Gruppen mit max.4 Kindern. Die Gruppenarten bauen aufeinander auf und sind daher von der Zielsetzung verschieden.


Zwergengruppe


für 2-3 jährige Kinder, min. 2 max. 4 Kinder pro Tag, in der Regel Freitag und Samstag

In dieser Gruppe steht der angstfreie Kontakt mit dem Pony in einer ruhigen Atmosphäre im Vordergrund. Die Kinder sind bei allen Vorbereitungen dabei und werden von mir mit einbezogen. Am Wichtigsten für mich ist, dass die Kinder Spaß und Neugierde im Kontakt mit dem Pony und seinem Lebensraum bewahren. Im Anschluss an die Vorbereitung besteht das Angebot vom Pony getragen zu werden. Wie sich der Ablauf konkret gestaltet ist im Voraus nicht zu sagen, da es von der Gruppenkonstellation abhängig ist. Nach der Zeit z.B. auf dem Reitplatz wird das Pony wieder versorgt und in seine Herde zurückgeführt. Die Kinder werden von meiner Seite motiviert und angeregt, das Pony mit allen Sinnen zu erfahren. Dabei bekommt jedes Kind die Zeit, die es individuell braucht und wie es der Rahmen zulässt. Durch die individuellen Interessen der Kinder kann der beschriebene Ablauf abweichen, so dass jede Stunde immer wieder neu und anders ist.


Frühförderung


für 2-3,5 jährige Kinder mit dem Pferd

Zielschwerpunkte sind:

- Die Kinder in der sensorischen Integration zu unterstützen und zu fördern, sowohl die Nah- als auch die Fernsinne, sowie Störungen in der Grob- und Feinmotorik
- Förderung der Sprachentwicklung
- Entwicklung der sozialen und emotionalen Kompetenz
- Auffälligkeiten im Bindungs- und Beziehungsverhalten
- Umgang mit Ängsten und Aggressionen
- Gute Zusammenarbeit mit anderem Fachpersonal, die mit der Betreuung und Förderung des Kindes beauftragt sind, sowie regelmäßiger Austausch mit den Eltern

Voraussetzung für die Arbeit mit dem Pferd ist immer das Interesse des Kindes am Pferd bzw der Eindruck des Pädagogen und der Eltern, dass das Kind dazu geeignet ist in diesem Rahmen unterstützt zu werden.


Voltigiergruppen


In den Voltigiergruppen steht die Gruppe mit Pferd im Mittelpunkt. Zielschwerpunkt ist es hier die Kinder in der sensorischen Integration zu unterstützen. Dazu gehört unter anderem die Eigenwahrnehmung, das Fühlen von Dingen über die Haut, das Gleichgewicht. Die Kinder sammeln Erfahrungen im Umgang und in der Lösungsfindung mit den anderen Kindern und dem Pferd. Sozialverhalten und Umgang mit Gefühlen, der eigenen aber auch der anderen Gruppenmitglieder.


Führgruppen


Zwei Kinder und ein Pferd bilden ein Team. Ziele aus der Volti- Gruppe werden weiter gefestigt. Die Kinder werden zum selbstsicheren und artgerechten Umgang mit dem Tier herangeführt. Spielerisch werden erste Bewegungen aus dem Reiten mit eingebunden sowie Handlungsplanung gefördert.


Reitgruppen


Ein Kind bildet mit einem Pferd ein Team. Die Ziele aus den vorangegangenen Gruppen werden weiter gefestigt. In dieser Gruppe findet jeder individuell seinen Weg, um mit dem Pferd gemeinsam im eigenverantwortlichen Handeln etwas zu erleben. Ich unterrichte die Reitschüler im Reiten, sowie in der Boden- und Körperarbeit, so dass sie manchmal die Wahl haben, für was sie sich in dieser Reitstunde entscheiden. Manchmal ist es eine gute Entscheidung vom Boden aus mit dem Pferd zu arbeiten, anstatt vom Pferderücken aus mit dem Pferd in Kontakt kommen zu wollen. Daraus entwickelt sich ein selbstsicherer und vertrauensvoller Kontakt dem Tier gegenüber.

In allen Gruppen gilt der ganzheitliche Ansatz, sowohl das Pferd betreffend als auch auf die Gruppe bezogen. d.h. Erfahrungen mit allen Sinnen, den Lebensraum des Pferdes kennenlernen und mitgestalten. Kontakt zur Natur und mit ihr erleben


KiTa und Schule


Im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit (Kita und Schule) biete ich die Arbeit mit dem Pferd mit folgenden Schwerpunkten an.

- Entwicklungs- und Verhaltensauffälligkeiten, mit Herausforderungen in der Wahrnehmung und der sensorischen Integration
- Unterstützung in der sozialen und emotionalen Kompetenz
- Verzögerungen in der Sprachentwicklung
- einem unsicherem Bindungsverhalten

Mit Tieren in Kontakt zu treten, bedeutet immer in eine andere Welt einzutauchen, nämlich in eine Welt ohne Worte. Wir reden meistens zu viel, durch Worte entsteht oft Verwirrung. Pferde brauchen keine Worte, sie reagieren auf die Körpersprache instinktiv. Der Mensch reagiert hier ganz ohne Kontrolle durch den Verstand, er reagiert emotional, er hat z.B. Angst oder reagiert mit Freude, Neugierde oder Ekel. In diesen Situationen wird der Mensch aktiv, wir fangen an zu beobachten und versuchen Wünsche und Stimmungen zu erkunden. Wir lernen Körpersignale zu deuten und danach zu handeln. Auf dem Pferd bekommen die Kinder eine fortwährende Stimulation des Gleichgewichts. Sie werden bewegt. Für Kinder mit wenig Bewegungserfahrungen ist das Sitzen auf dem Pferd eine sehr gute Möglichkeit, um Kindern die Angst oder Unlust an der Bewegung zu nehmen und Freude an der Bewegung zu vermitteln.
Durch meinen ganzheitlichen Ansatz beziehe ich die Versorgung des Pferdes, Füttern, Pflegen und Stall fegen mit ein. Das Pferd bietet unbegrenzte Möglichkeiten des sozialen Lernens.



In allen Gruppen gilt der ganzheitliche Ansatz, sowohl das Pferd betreffend als auch auf die Gruppe bezogen. d.h. Erfahrungen mit allen Sinnen, den Lebensraum des Pferdes kennenlernen und mitgestalten. Kontakt zur Natur und mit ihr erleben.

Wer sind wir:
Da sind als erstes die Ponies und auch noch viele andere Pferde und Tiere, die auf dem Moorhof leben.

Meine Arbeit erfordert immer wieder eine Selbstreflexion und eine gute Arbeit mit den Pferden, gerade auch ohne die Kinder. Die Beziehung zwischen mir und den Pferden ist eine tragende Säule meiner Arbeit. Der Kontakt zwischen Mensch und Tier ist für mich wichtig. Sie ist Basis für eine gemeinsame Entwicklung, die zu einem flexiblen und variablen Handeln beim Zweibeiner im Umgang mit alltäglichen Dingen führt.


Moorwichtel Kindergarten Kita Natura


Naturkindergarten in Tornesch, Schleswig-Holstein (nordwestlich von Hamburg)

Der Naturkindergarten „Moorwichtel“ in Tornesch wurde am 1. April 2020 eröffnet. Träger ist die Gemeinnützige Genossenschaft Kita NATURA eG. Ausgehend von einem ganzheitlichen naturpädagogischen Konzept betreuen wir bis zu 20 Kinder im Alter zwischen drei Jahren bis zum Schuleintritt. Der Kindergarten hat verlängerte Öffnungszeiten von 8:00 bis 14:00 Uhr und 20 Schließtage im Jahr. Wir sind in unserem Büro mittwochs und donnerstags für Sie erreichbar.
Hier geht es zu mehr Infos: Link zur Kita Natura-Seite